WEINERNTE 2009 in Ghizzano
2009 war von zahlreichen Niederschlägen im Winter und Frühjahr geprägt, bei recht milden Temperaturen, so dass das Pflanzenwachstum früher als sonst begann.
Die Triebe der Weinstöcke kamen in den ersten zehn Apriltagen so wie 2008, die Blütezeit eines Großteils der Reben lag zwischen dem 20. und 31. Mai und war wesentlich kürzer als im Vorjahr - als sie erst Mitte Juni
zu Ende ging - dies geschah aufgrund der anhaltenden hohen Temperaturen, die über dem Jahresdurchschnitt des Vorjahres lagen. Die Zeit der Farbbildung vor der Reife begann Ende Juli und endete um den 20. August; sie verlief wie im Vorjahr 2008 und war laut Experten ausgezeichnet. Im Vergleich zur Ernte des Vorjahres gab es auch weniger Probleme mit der Bekämpfung von Krankheiten (Peronospora, Mehltau und insbesondere der Grauschimmel) dank der klimatischen Wetterbedingungen mit reichlichen Regenfällen im Winter und Frühjahr, die die Reben mit ausreichend Wasser versorgt haben. Die Regenfälle zogen sich bis Ende Mai hin; anschließend regnete es drei Monate lang nicht mehr, wodurch die jüngeren Rebstöcke unter Wassermangel litten und der Merlot bereits am 24. August geerntet werden musste. Zum Glück waren die Temperaturen nie so hoch wie 2003. Und der leichte und andauernde Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht (nachts fielen die Temperaturen auf 16°C) während des ganzen Sommers haben für eine gute Reifung der Phenole der später reifenden Rebsorten wie Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot gesorgt. Zudem haben die Regenfälle der ersten Septembertage das angenehme Aroma der Trauben erhalten. Den Alkoholgehalt der Trauben im Vergleich zur gleichen Jahreszeit des Vorjahres betreffend, war der Zuckergehalt der Sangiovese-Trauben leicht höher (ca. 0,5 % mehr) und der Säuregehalt geringer (-1 g/l Gesamtsäure).
WEINERNTE 2008 in Ghizzano
Typisch für die Ernte 2008 waren die reichlichen Regenfälle im Frühjahr, die zu einem späteren Pflanzenwachstum geführt, aber besonders für die Schlamm- und Lehmböden einen guten Ausgleich für den Wassermangel des Vorjahres 2007 gebracht haben. Die anhaltenden leichten Niederschläge während der Monate Juni und Juli, bei mittleren bis hohen Temperaturen, haben zu typischen Rebstockkrankheiten geführt: zuerst die Peronospora und später der Mehltau. Bei uns gab es wesentlich mehr Krankheitserreger als 2007 und aufgrund unseres biologischen Anbaus, ist es uns nicht immer gelungen, diese unter Kontrolle zu halten. Bei den Pflanzen, bei denen es uns gelungen ist, die Pilzinfektionen einzudämmen, waren sowohl die Qualität als auch die Erträge der Trauben ausgezeichnet. Dort, wo uns die Situation entglitten ist - insbesonder bei einigen Sangiovese-Rebstöcken in Nord/ Nordostlage- , hatten wir eine Mengeneinbuße von 30%, insbesondere bei den Sangiovesetrauben. Die kraftvollen und ausdrucksstarken Weine besitzen einmalige Aromen und sind dank der guten Säure fruchtig-frisch.
WEINERNTE 2007 in Ghizzano
2007 waren der Winter und das Frühjahr in der Toskana allgemein mild, mit Niederschlägen unter dem Jahreszeitendurchschnitt. Deshalb kamen die Triebe der Weinstöcke ca. eine Woche eher als im Vorjahr. Der Sommer war recht warm, bis Mitte August ohne Regenfälle. Zum Glück haben die Niederschläge Ende August den Trauben zu einer besseren Reife verholfen und die phenolische Reifung ganz besonders der später geernteten Trauben wie Cabernet Sauvignon und Petit Verdot verzögert. Bis Mitte September regnete es recht häufig mit wenigen Sonnentagen. Es war eine lange Weinernte für uns, die Sangiovese-Traubenernte endete erst am 18. Oktober und die des Petit Verdot am 22. Oktober. Dies bedeutete eine lange und vollkommenere Reifezeit für die Trauben. Die Weine sind ausgeglichen, komplex, mit einem guten Säuregehalt und deshalb langlebig.
WEINERNTE 2006 in Ghizzano
Der Wachstumszyklus 2006 begann wegen der niedrigen Temperaturen im März und April gut vierzehn Tage später. Das schöne Wetter der Folgemonate hat Ende Mai zu einer wunderbaren Blütezeit der Rebstöcke und im Juni zu einer einmaligen Beerenbildung geführt. Die Niederschläge im August waren eher selten und die gemäßigten Temperaturen haben dazu beigetragen, dass die Rebstöcke nicht unter Wassermangel gelitten haben. Gute Reife, besonders bei der Merlot-Traube mit oft erhöhtem Alkoholgehalt. Besonders gute Ernte mit Bestwerten für den Sangiovese, der in diesem Weinjahr kaum von Schädlingen befallen war und dem die warmen Sommertemperaturen zugute gekommen sind.
WEINERNTE 2005 in Ghizzano
Der Winter 2005 in den Pisaner Hügeln zeichnete sich durch relativ niedrige Temperaturen, häufige Niederschläge mittlerer Intensität und Schneefälle aus, die sich bis in den März hineingezogen haben. Zum Glück hat die Kälte das Pflanzenwachstum der Reben nicht beeinträchtigt. Die erste Hälfte des Frühjahrs war relativ frisch und später anhaltend warm mit Tagestemperaturen über dem Durchschnitt und großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Dies führte zunächst zu einem verspäteten Pflanzenwachstum der Weinstöcke mit einer schwierigen Fruchtbildung, die später plötzlich aufgeholt wurde, durch eine beschleunigte Farbbildung und Reifung. Dies führte zu einer früheren Ernte als im Vorjahr. Die Sommermonate zeichneten sich durch erhöhte, aber keine übertriebenen Temperaturen aus und einige stärkere Regenfälle Ende Juli und im August haben besonders die jungen Weinstöcke mit ausreichend Wasser versorgt. Die Arbeiten im Weinberg und die Bearbeitung des Bodens lagen innerhalb der Normalität und der Gesundheitszustand der Trauben war durchschnittlich gut, obwohl einige Gebiete von Ampelopathie und Mehltau befallen waren. Im Gegensatz zu anderen Küstengegenden hat es während der Weinernte nur wenig geregnet und so konnte das Phenol in der Traube gut ausreifen. Die Weinberge in Hügellage an der Küste konnten eine gute Ernte verzeichnen.
WEINERNTE 2004 in Ghizzano
Die winterlichen Temperaturen im Jahr 2004 in den Pisaner Hügeln waren sehr niedrig, häufige Niederschläge mittlerer Intensität und leichter Schneefall im Februar. Zum Glück hat die Kälte dem Pflanzenwachstum der Reben nicht geschadet. Das Frühjahr war durchwachsen, Sonne und leichte, aber häufige Regenfälle wechselten sich ab; dies führte zu einem wunderbaren Pflanzenwachstum, obwohl es schwierig war, die typischen Krankheiten des Weinstockes, Peronospora und Mehltau, unter Kontrolle zu halten. Die Sommermonate zeichneten sich durch hohe, aber erträgliche Temperaturen aus und einige Regenfälle Mitte Juli und im August haben gerade die jungen Weinstöcke mit ausreichend Wasser versorgt und dem Wassermangel des Vorjahres vorgebeugt. Die Farbbildung und Reifung waren ausgezeichnet. Der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht war für die Synthese und die Anhäufung der Polyphenole in den Trauben gut. Weitere Niederschläge Mitte September (25 mm) haben ein Ausreifen des Phenols gerade der Trauben Sangiovese und Cabernet Sauvignon, die später geerntet werden, ermöglicht. In diesem Jahr fand die Ernte später statt, brachte allerdings ausgezeichnete Ergebnisse. Die Weinernte war in unseren Weinbergen in Hügellage an der Küste ausgezeichnet.
WEINERNTE 2003 in Ghizzano
Die Wetterfaktoren der Sommermonate in den Pisaner Hügeln, wie auch im Großteil des Küstengebietes der Toskana haben hohe Temperaturen und einen erheblichen Wassermangel verursacht und die Reifung und Qualität der Trauben erheblich beeinflusst. In Folge dieser Wetterbedingungen fand die Ernte 2003 wesentlich früher als sonst statt (10-20 Tage je nach Alter des Weinbergs, des Anbaugebiets und der Bodenbeschaffenheit); auffallend in diesem Jahr war die Gesundheit der Trauben. Die Produktionsmenge lag wesentlich unter der Menge des Jahres 2002, die Trauben waren kleiner und die Saftmenge war geringer. Sehr hoher Zuckergehalt, der nicht immer einer ausgewogenen Phenolreife entsprach. Dies gilt besonders für die Traubensorten, die zuerst geerntet werden, wie der Merlot. Die trockene Hitze hat für weniger Aromastoffe und ausreichende Frische gesorgt. Die Traubensorten mit einer späteren Ernte wie der Cabernet Sauvignon und in einigen Anbaugebieten des Sangiovese konnten ein besseres Gleichgewicht verzeichnen, ganz besonders an Orten mit einem frischen Boden und reichlich Blätterwerk. Wegen der unterschiedlichen Reife der Trauben war es eine schwierige Weinernte mit sehr niedrigem Säuregehalt und hohen ph-Werten; insgesamt waren die Weine an der Nase verschlossener, hatten aber eine ausgeprägte Farbe, eine höhere Konzentration und einen ausgewogenen Körper.
WEINERNTE 2002 in Ghizzano
Auf einen recht kalten und trockenen Winter folgte ein Frühjahr mit geringen Niederschlägen und Temperaturen leicht über dem Durchschnitt der Jahreszeit, wodurch ausgezeichnete Bedingungen für das Pflanzenwachstum entstanden. Das Weinjahr verzeichnete einen launischen Sommer mit vielen Regenfällen und Temperaturen unter dem Durchschnitt. Deshalb hatten alle Wachstumsphasen, außer der Knospenbildung, die wie immer zum gewohnten Zeitpunkt stattfand, einen Rückstand von ca.10 Tagen, ohne allzu große Traumata. Ein besonders wechselhafter September und ein ungewöhnlicher Oktober haben für eine unregelmäßige Reife der Trauben gesorgt, und nur durch Lichten des Blätterwerks konnte eine vollkommene Reife der Trauben erzielt werden. Zum Glück ist es uns dank drastischer Einschränkung der Traubenmenge pro Pflanze und eine sorgfältige Auslese der Trauben während der Ernte gelungen, gesunde Trauben und eine gute Reife des Phenols und Alkohols für die Traubensorten unseres Weinguts zu erzielen. Gegenwärtig können wir sagen, dass die Weine Merlot, Cabernet Sauvignon und Sangiovese nach der malolaktischen Gärung ausgezeichnete Aromen erreicht haben und sehr konzentriert sind.
WEINERNTE 2001 in Ghizzano
Auch in diesem Jahr wurde in Ghizzano zuerst der Merlot geerntet. Am 30. August waren die Trauben bereits reif und das Ergebnis nach dem Abstich des Mostes war ein Wein mit einem vielseitigen Körper und Gerbstoffen. Der Cabernet und der Petit Verdot wurden um den 15. September herum geerntet: Die ersten sporadischen Niederschläge im September haben den Trauben das ersehnte Wasser nach einer Trockenzeit im August gebracht, während der die Trauben leicht gelitten hatten; so konnten sie sich gut erholen. Die Traubenmenge war wie im Vorjahr gering, aber ausgezeichnet. Nach dem Abstich des Mostes wurden die Weine zur malolaktischen Gärung umgehend in neue Barriquesfässer gefüllt; das Ergebnis waren vollmundige und sehr fruchtige Weine. Dank der ausgezeichneten Gesundheit der Trauben hat auch der Sangiovese in diesem Weinjahr ausgezeichnete Ergebnisse erzielt: vom 25. September bis zum 6. Oktober fand die Weinernte in unterschiedlichen Phasen, je nach Reifegrad der verschiedenen Traubensorten des Weingutes, statt. Und es ist uns gelungen, unsere toskanischen Trauben mit einem natürlichen Alkoholgehalt zwischen 13% und 13,5% vol. zu ernten. Gegenwärtig wird die Schalenmazeration des Mostes vollendet, bevor er in kleine, zwei Jahre alte Eichenfässer gefüllt wird.
WEINERNTE 2000 in GHIZZANO
Allgemeiner Verlauf: Das Frühjahr 2000 in Ghizzano war sehr verregnet und der Sommerbeginn war recht mild, in den ersten Augusttagen war es besonders heiß und die Hitze dauerte bis September an. Die Trauben sind besonders schnell gereift, so dass die Merlot-Ernte bereits Ende August stattfand. Dank eines sorgfältigen Weinrebenschnitts im Januar und einer grünen Weinlese im Juli wurde die Traubenproduktion pro Pflanze mit ausgezeichneten Ergebnissen der Polyphenole und des Zuckergehalts eingeschränkt. Wie jedes Jahr wurden die Trauben in kleinen Kisten gesammelt, um so ihre Unversehrtheit zu erhalten, anschließend wurden sie in Stahltanks zu Wein verarbeitet. Durch häufiges, aber kurzes Hochpumpen des Mostes erhielten die Weine eine gute Farbe und gutes Tannin (nach 15 Tagen für den Sangiovese, 16 Tagen für den Merlot und 18 für den Cabernet Sauvignon). Dadurch haben wir hochkonzentrierte und gleichzeitig sehr elegante, ausgewogene und runde Weine hervorgebracht. Der Most wurde separat für jede Traubensorte und jeden Klon zu Wein verarbeitet, mit anschließender malolaktischer Gärung in Barriquesfässern, mit Ausnahme des Sangiovese, der im Stahl ausgebaut wurde.
Erntezeiten: Merlot: 24. und 28. August. Der besonders hohe Zuckergehalt bei der Reife und die geringe Säure haben zu der Entscheidung geführt, den Merlot einige Tage eher als in den Vorjahren zu ernten, was ausgezeichnete Ergebnisse zur Folge hatte. Sangiovese: 20. – 28. September. Die Ernte verlief regulär, obwohl sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattfand, um die unterschiedlichen Reifegrade der verschiedenen Klonen zu berücksichtigen. Die im Vergleich zu den Vorjahren geringe Menge hat es uns ermöglicht, ein die Qualität der Polyphenole und des Zuckers betreffend hochwertigeres Produkt zu erzielen. Cabernet: 29. –30. September. Die Trauben erfreuten sich dank der geringen Menge einer ausgezeichneten Gesundheit und eines hohen Zuckergehalts.